„Zu unseren Effizienzmaßnahmen gab es keine Alternative“

Von Julia Roebke

Interview mit Reinhard Loose, Finanzvorstand von MLP

Bei dem Finanzdienstleister MLP waren die Zeiten schon mal rosiger. Das Geschäft mit Altersvorsorge-Produkten stagniert, und die anderen Bereiche sind noch zu klein, um das Zugpferd abzulösen. Mit einem nochmals verschärften Spar- und Investitionsprogramm will der neue Finanzvorstand das Unternehmen wieder auf Wachstum trimmen.

Herr Loose, vor rund 100 Tagen sind Sie Finanzvorstand von MLP geworden. Was war für Sie die größte Veränderung beim Sprung von Madrid, wo Sie Geschäftsführer von Daimler Financial Services waren, nach Wiesloch?

Natürlich gibt es eine ganze Menge Unterschiede. Ein ganz wesentlicher ist, dass MLP – wie kaum ein anderes Unternehmen – extrem kunden- und vertriebsorientiert ist. Deshalb ist der Dialog mit unseren Beratern im Vertrieb noch viel intensiver, als ich das bisher bei anderen Unternehmen erfahren habe. Aber das hängt sicherlich auch mit der besonderen Kultur bei MLP zusammen. Hier wird viel Wert auf eine intensive Kommunikation gelegt – und das gefällt mir gut.

Kaum sind Sie an Bord, wird das drastische Sparprogramm der MLP nochmals verschärft. Welchen Grund hat das?

Ihre Frage beinhaltet nur eine Seite der Medaille. Denn hier handelt es sich nicht um ein reines Sparprogramm. Mindestens genauso wichtig sind die umfangreichen Investitionen, die wir auf den Weg gebracht haben. Dabei geht es darum, die Struktur unseres Unternehmens, das über die Jahre deutlich gewachsen ist, noch besser dem künftigen Markt anzupassen und MLP abschließend wetterfest für die Zukunft zu machen. Gleichzeitig haben wir bereits vor längerer Zeit angekündigt, dass wir im Jahr 2012 eine operative Ebit-Marge von 15% erreichen wollen. Dieses Ziel nehmen wir sehr ernst. Um es trotz gesteigerter Investitionen zu erreichen, haben wir unser Effizienzprogramm forciert. Wir werden unsere Maßnahmen konsequent umsetzen und sind guter Dinge, dass wir unsere Prognose erfüllen.

MLP spart schon seit einigen Jahren, wo will man jetzt noch die zusätzlichen 10 Mio. Euro Fixkosten bis Ende 2012 hernehmen?

Die Spar-Seite des Programms beinhaltet nun eine verstärkte Reduzierung der Personalausgaben. Wie vor zwei Wochen kommuniziert, führen wir derzeit Gespräche mit 56 Mitarbeitern über eine einvernehmliche Trennung. Der mit 14 Kollegen relativ große Anteil von Führungskräften unterstreicht, dass es uns um strukturelle  Veränderungen geht, die sich in einzelnen Bereichen leider in einem Personalabbau niederschlagen – so schwer uns diese Entscheidung auch in jedem einzelnen Fall gefallen ist. Darüber hinaus enthält das Programm Komponenten, die wir schon länger auf der Tagesordnung haben. Da geht es vor allem darum, IT-Systeme zu überarbeiten und zu vereinfachen. Das ist erst einmal mit Investitionen verbunden, führt aber mittelfristig zu weiteren Einsparungen.

Sie treten bei den Kosten die Flucht nach vorn an. Wie machen Sie es Ihren Mitarbeitern verständlich, dass Sie gleichzeitig an Ihrer Ausschüttungsquote von nahezu 100% festhalten?

Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Die Dividende ist Ausdruck unserer Finanzstärke und unserer liquiden Mittel. Bei den Effizienzmaßnahmen geht es darum, angemessene Gewinne sicherzustellen. Deshalb sollte man in diesem Zusammenhang drei Dinge beachten. Das ist zum einen, dass wir unsere Aktionäre, die uns das Kapital zur Verfügung stellen und unser Geschäftsmodell unterstützen, angemessen beteiligen wollen. Zweitens müssen wir sicherstellen, dass wir unsere Kunden auch weiterhin bestmöglich beraten können. Deshalb müssen wir investieren, beispielsweise in unseren Außenauftritt oder in die IT. Und drittens haben wir die Reduzierung von Sachkosten immer vor Personalkosten gestellt, zu unseren Effizienzmaßnahmen gab es aber keine Alternative. Ich bin mir sicher, dass MLP gestärkt aus diesem Programm herausgehen wird – und davon werden auch die Mitarbeiter profitieren.

Wie man hört, rumort es bei Ihren rund 1600 Mitarbeitern kräftig. Im Jahr des 40-jährigen Firmenjubiläums wurde die Wahl zu einem Betriebsrat angestoßen?

Von rumoren kann keine Rede sein. Aber es ist richtig, dass die Wahl zum Betriebsrat angestoßen wurde. Ich finde es völlig normal, dass ein Unternehmen, das eine gewisse Größe erreicht hat, auch einen Betriebsrat hat. Ich habe in meinen vorherigen Positionen aus meiner Sicht gut und konstruktiv mit den Betriebsräten zusammengearbeitet. MLP hatte schon immer eine gute Unternehmenskultur, und wir werden auch mit dem Betriebsrat einen offenen und konstruktiven Dialog führen.

Gleichzeitig wollen Sie verstärkt in die Marke investieren. Sehen wir MLP bald im Fernsehen?

Ich kann dazu nur Folgendes sagen: Sie werden die Marke verstärkt wahrnehmen! Wir wollen den Außenauftritt stärker betonen. Wie das konkret aussehen wird, da müssen Sie sich noch ein wenig gedulden…

Mit Investitionen hat MLP sich in den letzten beiden Jahren mit jeweils knapp 4 Mio. Euro stark zurückgehalten. Sollen nun wieder alte Höhen von bis zu bis zu 20 Mio. Euro erreicht werden?

Diese Höhen werden wir kurzfristig nicht wieder sehen. Aber die Investitionen sollen gestärkt werden. Wie ich bereits erwähnt habe, haben wir gerade ein wesentliches Projekt in der IT gestartet. Ziel dabei ist es, Prozesse für Berater weiter deutlich zu vereinfachen, um ihnen wieder mehr Zeit für die direkte Kundenbetreuung zu geben. Ein weiterer größerer Punkt ist das Thema Geschäftsstellen. Wir planen, dass an 16 großen Standorten die Geschäftsstellen in jeweils einem Gebäude zusammenziehen. Ein wesentlicher Aspekt dabei ist natürlich, dass wir von außen besser wahrgenommen werden. Das ist verbunden mit der Anmietung neuer Flächen und Investitionen in einen modernen Innenauftritt.

Mitten in der Restrukturierung übernehmen Sie den Vermögensverwalter Feri komplett. Wie passt das zusammen?

Sehr gut! Auch dieser Prozess ist seit vielen Jahren geplant. Wir haben uns die Option für den Kauf bereits im Jahr 2006 gesichert und sie 2007 ausgeübt. Es stand also schon sehr lange fest, dass dieser Schritt im April dieses Jahres kommen würde. Die entsprechenden Mittel hatten wir natürlich reserviert, und wir haben den restlichen Kaufpreis vollkommen aus liquiden Mitteln bezahlt. Auch inhaltlich ist der Kauf überhaupt kein Widerspruch, sondern eine wichtige Investition in die Zukunft. Schon in den vergangenen Jahren haben wir unser Geschäftsmodell durch die Beteiligung an Feri deutlich verbreitert und das Vermögensmanagement zu einer wichtigen Kernkompetenz ausgebaut. Hier liegt noch viel Potenzial für die Zukunft.

Durch die Notbremse bei den Kosten und die Investitionen kommt es zu Sonderbelastungen von 30 Mio. Euro im laufenden Jahr. Versuchen Sie, möglichst alles 2011 zu verbuchen, damit Ihre ehrgeizige Ebit-Marge von 15% für 2012 in erreichbare Nähe rückt?

Nochmals: Von Notbremse kann keine Rede sein. Aber zum Kern der Frage: Wenn wir Restrukturierungsmaßnahmen beschließen, müssen wir die Kosten, die dafür anfallen, auch entsprechend buchen. Wir sind jetzt in eine ganz entscheidende Phase des Programms eingetreten und treffen momentan viele wichtige Entscheidungen. Das führt zwangsläufig dazu, dass wir viel in 2011 verbuchen werden bzw. entsprechend Rückstellungen bilden. Also: Ja, die Sonderbelastung fällt fast vollständig im Jahr 2011 an. Uns war es wichtig, diesen Zeitraum so kurz wie möglich zu halten, um auf dieser Basis wieder richtig durchzustarten.

Die Ergebnisse für das erste Quartal veröffentlichen Sie am 12. Mai. Müssen wir aus dem verschärften Sparprogramm schließen, dass der Jahresauftakt nicht besonders erfreulich gelaufen ist?

Dieser Schluss wäre falsch. Wir haben uns mit Sicherheit nicht auf Basis von ein oder zwei Quartalsergebnissen zu einem Programm dieser Größenordnung entschieden. Ausgangspunkte waren vielmehr die tief greifenden Veränderungen im Markt und das nach wie vor schwierige Marktumfeld in der Altersvorsorge. Zwar hat sich dies auch im ersten Quartal fortgesetzt. Aber mit Ausnahme der Altersvorsorge haben wir in allen Beratungssparten eine positive Umsatzentwicklung gesehen. Insbesondere in der Krankenversicherung haben wir ein sehr starkes erstes Quartal verzeichnet. Auch sehen wir, dass die Kunden derzeit stark am Erwerb einer eigenen Immobilie interessiert sind. Das führt dazu, dass sich auch das Geschäftsfeld Finanzierung positiv entwickelt. Insgesamt sind wir mit dem Jahresauftakt sehr zufrieden.

Bei der Umsatzverteilung setzt sich der Trend des vergangenen Jahres fort. Ihr Zugpferd war immer die Altersvorsorge, wie wollen Sie da perspektivisch das Ruder herumreißen?

Wir gehen nach heutigem Stand weiterhin davon aus, dass wir bei der Altersvorsorge im Gesamtjahr auf Vorjahresniveau liegen werden. Dass wir unter normalen Marktbedingungen deutlich mehr können, ist gar keine Frage. Aber auch wir können uns nicht gänzlich von der allgemeinen Marktentwicklung abkoppeln. Unsere Einschätzung hat sich da nicht verändert: Eigentlich müssten die Menschen deutlich mehr für ihr Alter vorsorgen. Allein, viele tun es derzeit nicht. Nichtsdestotrotz gehen wir davon aus, dass perspektivisch das Thema Altersvorsorge für jeden Einzelnen an Bedeutung gewinnt und dass das Geschäftsfeld auch langfristig wieder wachsen wird. Doch abwarten allein reicht uns nicht. Deshalb haben wir in den vergangenen Jahren andere Teile unseres Geschäftsmodells gestärkt – beispielsweise das schon erwähnte Vermögensmanagement oder die betriebliche Altersvorsorge – und sind jetzt mit unserem Investitions- und Effizienzprogramm in die Offensive gegangen.

Welcher der anderen Geschäftsbereiche soll denn perspektivisch die Stellung der Altersvorsorge einnehmen? Die sind ja alle noch ziemlich klein.

Aber sie wachsen deutlich. Die Altersvorsorge hatte vor einigen Jahren noch einen Anteil an den Erlösen von 75 bis 80%. Im vergangenen Geschäftsjahr lagen wir bei rund 60%. Die Altersvorsorge wird immer eine Kernkompetenz von MLP bleiben, aber dank der strategischen Schritte der letzten Jahre sind wir heute deutlich facettenreicher aufgestellt und können dadurch einen Ausgleich beziehungsweise zusätzliches Wachstumspotenzial für die nächsten Jahre schaffen.

Im Zuge der jüngsten Entwicklungen hat auch der COO von MLP, Ralf Schmid, das Unternehmen verlassen. Bleibt der Vorstand jetzt bei vier Mitgliedern? Sie haben ja von Schmid die Themen IT und Einkauf übernommen.

Die Position wird wie kommuniziert nicht nachbesetzt. Der Vorstand ist sehr gut aufgestellt, und wir haben eine gute und gleichmäßige Verteilung der Aufgaben. Kurzum: Wir arbeiten sehr gut als Team zusammen.

Im Vorstand hält bis auf Manfred Bauer keiner MLP-Aktien. Warum ist das so?

Das stimmt nicht ganz – über das Beteiligungsprogramm erhält jeder Vorstand Aktienzuteilungen. Unabhängig davon hätte ich bislang kaum eine Gelegenheit gehabt, weitere Aktien zu kaufen – die Compliance-Vorgaben schränken Vorstände oftmals ein, und ich bin ja erst seit einigen Wochen im Unternehmen.

Glauben Sie denn, dass die MLP-Aktie ein gutes Investment ist? Immerhin lag der Kurs zu den Hochzeiten 2000/2001 mal bei mehr als 170 Euro. Jetzt dümpelt er zwischen 6 und 7 Euro herum.

Dass die damaligen Kurse auch übertrieben waren, brauche ich Ihnen ja nicht erklären. Unabhängig davon bin ich ganz sicher, dass MLP und die MLP-Aktie ein gutes Investment sind. Sonst hätte ich selbst auch nicht die Entscheidung getroffen, zu MLP zu wechseln. Zwei Gründe stechen hervor: Wir verfolgen, was Sie ja bereits vorhin mit einem etwas kritischen Unterton erwähnt haben, die Politik einer hohen Ausschüttungsquote. Und wir haben nicht vor, dies in absehbarer Zeit zu ändern. Zweitens haben wir ein Programm angestoßen, mit dem wir die Profitabilität bis Ende 2012 deutlich steigern werden. Ich gehe davon aus, dass sich dies auch im Aktienkurs widerspiegeln wird.

MLP ist ein Dienstleistungsunternehmen. Nach welchen Kennzahlen neben der Ebit-Marge wird das Unternehmen gesteuert?

Wir haben eine Vielzahl von Kennzahlen, die wir nutzen. Gerade sind wir dabei, diese zu überarbeiten. Dabei ist für uns wichtig, dass wir die Kundenzufriedenheit noch stärker nach vorn stellen. Dazu bauen wir gerade ein Feedbacksystem für Kunden auf Berater- und Geschäftsstellenebene auf. Wichtig sind natürlich auch die Anteile der einzelnen Geschäftsbereiche an den Erlösen und die klassischen Bilanz- und G&V-Kennzahlen.

Wie wollen Sie die Kundenzufriedenheit messen?

Wir haben uns bereits frühzeitig dem Kundenfeedback über das Bewertungsportal WhoFinance gestellt und haben heute bereits mehr als 2600 Bewertungen. Im nächsten Schritt stehen bei uns künftig verstärkt direkte Kunden-Interviews an. Es soll sich um kurze und sehr strukturierte Befragungen handeln, die uns Aufschluss darüber geben, ob die Kunden mit unserer Beratung zufrieden sind.

Zentrale Stellgröße Ihres Unternehmens ist auch die Zahl der Berater. Schon das zweite Jahr in Folge überschreiten Sie jedoch bei der Fluktuation die selbst gewählte Bandbreite von 12 bis 15 %.

Ja, aber wir haben die Latte beide Male mit 16% sehr knapp gerissen. Und das ist immer noch ein Wert, der seinesgleichen im Markt sucht. MLP hat definitiv kein Fluktuationsproblem. Wenn uns Berater verlassen, dann vor allem in den ersten Jahren ihrer Tätigkeit. In dieser Zeit stellt sich eben heraus, ob Unternehmen und Berater zueinander passen oder nicht. Bei Beratern, die länger bei MLP sind, haben wir eine hohe Stabilität. Unser Anspruch wird weiterhin sein, innerhalb des Auswahlprozesses diejenigen herauszufiltern, die zu uns passen. In diesen Prozess investieren wir viel und werden ihn auch noch weiter schärfen.

Sie hatten zum Jahreswechsel liquide Mittel von 223 Mio. Euro zur Hand. Was soll damit perspektivisch geschehen?

Die Mittel haben sich inzwischen um 51 Mio. Euro für den Kauf der verbliebenen Feri-Anteile reduziert. Der Rest könnte für weitere Zukäufe zur Verfügung stehen. Insbesondere im Bereich Vermögensmanagement schauen wir uns weiter um und können uns die Akquisition kleinerer Investment-Management-Einheiten vorstellen, die wir problemlos in die Struktur von Feri integrieren könnten. Vollzug kann ich Ihnen aber noch nicht melden. Abhängig davon, ob wir zukaufen oder nicht, entscheiden wir anschließend über die weitere Mittelverwendung. Sollten wir keine Akquisition mehr tätigen, werden wir sicherlich auch überlegen, ob wir einen Teil des Geldes an die Aktionäre zurückgeben.

Also eine Sonderausschüttung?

Das wäre eine Möglichkeit. Wie gesagt: Wir haben noch nicht über das Ob entschieden, da kommt die Frage nach dem Wie zu früh.

Die Hauptversammlung hat Sie auch bis Mitte November zu Aktienrückkäufen von bis zu 10% des Grundkapitals ermächtigt. Kommt das für Sie in Frage?

Das ist richtig, grundsätzlich haben wir auch diese Möglichkeit. Tendenziell stellt sich bei einem Free Float von rund 20% aber die Frage, ob es zielführend wäre, diesen noch weiter zu reduzieren. Meine Antwort dazu wäre wohl eher: Nein.

Mit den anderen großen Finanzvertrieben wie DVAG und OVB möchten Sie ungern verglichen werden. Wen sehen Sie denn als Ihre direkte Konkurrenz?

Wir sehen eigentlich gar keinen direkten Konkurrenten. Der Markt ist groß, und in unserem Umfeld sind viele Unternehmen tätig. Es findet sich aber tatsächlich keiner, der so aufgestellt ist wie wir. Wir sind der Meinung, dass wir ein einzigartiges Geschäftsmodell und einen einzigartigen Kundenfokus haben. Aber um Kunden konkurrieren wir natürlich – vor allem mit den Banken.

Sie sind im Vorstand auch zuständig für das Risikomanagement. Welches sind die größten Risiken, denen MLP im Geschäftsbetrieb ausgesetzt ist?

Wir haben aufgrund unseres Geschäftsmodells relativ wenig klassische Risiken. Zum Beispiel haben wir ein sehr geringes Kreditportfolio und dadurch ausgesprochen geringe Ausfallrisiken. Außerdem haben wir aufgrund unserer ausgesprochen konservativen Anlagepolitik kaum Liquiditäts- oder Marktrisiken. Wenn wir über Risiken reden, dann sind es sogenannte operative Risiken, die bei uns wie bei jedem anderen Unternehmen vorhanden sind. Die können beispielsweise aus Risiken in Unternehmensprozessen oder aus dem Fehlverhalten Einzelner entstehen. Aber wir tun alles, um diese Risiken gering zu halten, das wird auch durch eine relativ niedrige Auslastung unserer Risikolimite deutlich.

Würden Sie die Debatte in den Medien über die Geschäftspraktiken des AWD auch als ein Risiko für die Branche und damit auch für MLP bezeichnen?

Sie hatten ja schon selbst gesagt, dass es sehr große Unterschiede zwischen den Unternehmen gibt. Zu dem konkreten Fall möchte ich mich nicht äußern. Grundsätzlich fördert aber jeder Fall, bei dem Finanzdienstleistungen mit negativen Schlagzeilen in Verbindung stehen, nicht das Vertrauen in die Branche.