Bald beginnt die Urlaubszeit. Wer ins Ausland reist, sollte sich vorab Gedanken um die Bargeldversorgung vor Ort machen.
Nicht mehr lange, dann beginnen die Sommerferien und die Deutschen nutzen die „schönste Zeit des Jahres“, um zu verreisen. Ob Italien, Spanien, Marokko oder Thailand – um Stress und Aufregung im Urlaub zu vermeiden, sollten sich Reisende gut vorbereiten. Dazu gehört, sich vorab über die Bargeldversorgung am Reiseziel zu informieren.
Beim Bezahlen und Geldabheben auf Gebühren achten
Das gesamte Urlaubsgeld in bar mitzunehmen, ist nicht ratsam. Denn im Falle eines Diebstahls ist die komplette Urlaubskasse verloren. Als Faustregel gilt: Nicht mehr als ein Drittel des Budgets in bar mitnehmen. Sicherer ist Plastikgeld. Mit MaestroGirocards (EC-Karten) lässt sich weltweit bezahlen und Geld abheben; Kunden sollten aber auf mögliche Gebühren achten. Wenn Urlauber beispielsweise im Ausland mit der EC Karte an der Kasse bezahlen, kann die Hausbank dafür eine Gebühr berechnen. Jede Bank hat hier ihre eigenen Regelungen. Bei MLP fallen für den Karteninhaber – zumindest in den EU-Teilnehmerstaaten – keine Gebühren an; außerhalb der EU belaufen sich die Gebühren auf ein Prozent der Abhebesumme, jedoch auf maximal 3,80 Euro pro Vorgang.
Auch beim Geldabheben an Automaten sollten Urlauber stets die Gebühren im Blick behalten. „Manche Banken langen hier richtig zu“, sagt Carsten Soßna, Bereichsleiter Konto und Wertpapierentwicklung bei MLP. „Deshalb ist es ratsam, sich vor dem Urlaub bei seiner Hausbank über anfallende Gebühren zu erkundigen.“ Am besten aufgehoben sind Kunden bei Banken, die diesen Service sogar kostenlos anbieten. Inhaber einer MLP-Kreditkarte etwa können kostenfrei an fast allen Geldautomaten weltweit Bargeld abheben; Voraussetzung dafür: ein MLP-Girokonto haben und ein Abhebungsbetrag von mindestens 100 Euro. Im Idealfall kombinieren Banken mit der Karte sogar Zusatzleistungen, die vor allem im Urlaub hilfreich sein können, so zum Beispiel die MLP-PlatinumCard: Sie enthält ein Paket aus Auslandsreise-, Kranken-, Reiserücktritts- sowie Reisegepäckversicherung und weitere Leistungen wie ein Autoschutzbrief mit Pannen- und Unfallhilfe und die Unterstützung bei Notfällen und Diebstählen im Ausland.
Doch auch wenn die Hausbank für das Geldabheben im Ausland keine Gebühren erhebt, kann zusätzlich immer die Fremdbank Gebühren verlangen. Diese müssen aber am Automaten angezeigt werden. Der Kunde hat also immer die Möglichkeit, den Vorgang abzubrechen.
Wechselbüros vergleichen lohnt sich
Wer seinen Urlaub innerhalb der Euro-Zone verbringt, muss sich keine Gedanken über Wechselkurse machen und kann problemlos mit dem Euro bezahlen (siehe Grafik). Wer die Euro-Zone allerdings verlässt, sollte sich über Wechselmöglichkeiten in die Fremdwährung informieren. „Es ist ratsam, vorab in Deutschland einen kleinen Betrag zu tauschen und dann vor Ort eine geeignete Wechselstube zu suchen“, sagt MLP-Experte Soßna. „Hier lohnt sich nicht nur der Gebührenvergleich. Urlauber sollten auch prüfen, ob die jeweilige Wechselstube den aktuellen Umrechnungskurs heranzieht.“
| Kategorie | Länder und Gebiete |
|---|---|
| EU-Mitglieder, die den Euro benutzen (Euro-17) | Belgien, Estland, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Portugal, Slowakei, Slowenien, Spanien (mit den Kanarischen Inseln), Zypern |
| Andere europäische Länder und Gebiete, die den Euro benutzen | Akrotiri und Dhekalia, Andorra, Kosovo, Montenegro, Monaco, San Marino, Vatikan |
| Nicht-EU-Gebiete außerhalb Europas, die den Euro benutzen | Clipperton-Inseln, Französische Süd- und Antarktisgebiete, Saint-Pierre, Miquelon, Mayotte, Französische Guayana, Ceuta und Melilla, Guadeloupe, Martinique, Réunion |
| EU-Länder, die NICHT den Euro benutzen | Bulgarien, Dänemark, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Schweden, Tschechien, Ungarn, Vereinigtes Königreich |
Quelle: EZB, Wirtschaftswoche, MLP
Ein Tipp noch zum Schluss: „Urlauber sollten sich wichtige Telefonnummern wie etwa die bundesweite Notfallnummer +49 - 116 116 für Kartensperrungen oder die Sperrhotline ihrer Hausbank notieren und mitnehmen. So bekommt der Reisende in Notfällen, z. B. bei einer gestohlenen Kreditkarte, schnell und bequem Hilfe“, sagt Soßna.
Andrea Reckziegel (Pressesprecherin)
Regionen Deutschland, Gesundheitsvorsorge, Sachversicherung
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