Die meisten Arztpraxen laufen regelmäßig Gefahr, ihr Arzneimittelbudget zu überschreiten. Immer mehr Mediziner verzichten deshalb auf notwendige Behandlungen, so eine Studie. Eine Ärzteregressversicherung bietet Abhilfe.
Der Kostendruck im Gesundheitswesen wächst unaufhörlich. Welche Auswirkungen das hat, zeigt der aktuelle „MLP-Gesundheitsreport 2010“ – eine Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag von MLP aus dem November 2010. Demnach geben 55 Prozent der Ärzte in Deutschland an, ihren Patienten bereits aus Kostengründen notwendige Behandlungen verwehrt zu haben; bei jedem zehnten Mediziner kommt das sogar häufiger vor.
Grund dafür sind oftmals die gesetzlichen Beschränkungen beim Arzneimittelbudget. „Überschreitet ein Vertragsarzt die festgeschriebenen Ausgaben, muss er sorgfältig dokumentieren, dass dies durch Praxisbesonderheiten gerechtfertigt ist“, sagt Michael Schwarz, Produktmanager Sachversicherungen beim unabhängigen Finanz- und Vermögensberater MLP. „Ansonsten kann der Arzt in letzter Konsequenz in Regress genommen werden.“
Was viele nicht wissen: Schutz vor Schadenersatzforderungen von den Krankenkassen bietet eine Ärzteregressversicherung. Dabei gibt es sogar Lösungen, die gleichzeitig den Dokumentations- und Verwaltungsaufwand für den Arzt verringern. Einzelne Versicherer kooperieren dazu mit Software-Anbietern, deren Lösungen dem Arzt einen umfassenden Bericht über seine Verordnungssituation sowie genaue Analysen zu Praxisbesonderheiten und Budgetausnahmen liefern. Somit werden Regressanforderungen meist schon im Keim erstickt. Entstehen trotzdem Forderungen, springt – im Anschluss an eine Selbstbeteiligung – die Versicherung ein.
„Wichtig ist in jedem Fall, den Anbieter sorgfältig auszuwählen, da es hier große Leistungsunterschiede gibt“, sagt Schwarz. So lohnt es sich etwa, im Vorfeld die bedingungsgemäßen Ausschlüsse genau zu prüfen. Bei manchen Versicherern sind zum Beispiel bewusste Budgetüberschreitungen abgedeckt, sofern sie durch Praxisbesonderheiten begründet werden können.
MLP AG, Februar 2011
Andrea Reckziegel (Pressesprecherin)
Regionen Deutschland, Gesundheitsvorsorge, Sachversicherung
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