Versicherungen auf den Prüfstand: Mehr Leistung für weniger Geld

Viele Leute sind falsch versichert: Während einige Risiken ausgeblendet werden, sind viele andere Versicherungen überflüssig, veraltet oder zu teuer. Mit einem gezielten Check können Verbraucher kräftig sparen.

Vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise versuchen viele Haushalte zu sparen und Ausgaben zu kürzen. Dabei stehen oftmals die monatlichen Beiträge für Versicherungen auf dem Prüfstand. Und in der Tat gibt es hier viel Potenzial für Verbesserungen.

Um zu entscheiden, welche Versicherung tatsächlich sinnvoll ist, sollten Versicherte zunächst ein individuelles Risikoprofil erstellen lassen, rät Kai Waldmann, Leiter Produktmanagement des unabhängigen Finanz- und Vermögensberaters MLP. Dieses Profil sollte sowohl die private als auch die berufliche Situation berücksichtigen. „Ein niedergelassener Arzt muss beispielsweise ein ganz anderes Risiko abdecken als ein Angestellter“, so Kai Waldmann. Auch die familiäre Situation spielt eine große Rolle: Ein Familienvater benötigt einen anderen Versicherungsschutz als ein kinderloser Single (vgl. Übersicht: „Die wichtigsten Versicherungen“).

Diesem Risikoprofil sollten dann die bereits vorhandenen Versicherungen gegenüber gestellt werden. So kann der Versicherte auf einen Blick erkennen, welche überflüssigen Policen er abstoßen kann, aber auch welche Risiken bislang nicht abgesichert sind. Bei vielen tun sich hier enorme Lücken auf. „Fast 30 Prozent der Deutschen haben keine private Haftpflichtversicherung“, so Kai Waldmann. „Dabei ist sie ein absolutes Muss.“

In einem weiteren Schritt sollte der Versicherte seine vorhandenen Versicherungen einer eingehenden Prüfung unterziehen lassen. Dabei kann er feststellen, ob sie tatsächlich den benötigten Schutz bieten oder ob sie Risikolücken hinterlassen. Insbesondere bei alten Verträgen sollten Versicherte prüfen, ob aktuelle Policen nicht bessere Bedingungen bieten oder günstiger zu haben sind. Wer beispielsweise vor einigen Jahren eine Unfallversicherung abgeschlossen und seitdem nicht aktualisiert hat, zahlt im Vergleich zu viel für zu wenig Leistung.

Denn alte Tarife decken unter anderem weder Unfälle durch Übermüdung noch Schäden durch Impfungen oder Insektenstiche ab. Diese und weitere Fälle sind heute standardmäßig mitversichert – bei gleichzeitig geringeren Gebühren: Allein bei der Unfallversicherung beträgt die Preisspanne zwischen dem günstigsten und dem teuersten Tarif bei vergleichbarer Leistung rund 135 Euro jährlich. Gleiches gilt für die Privathaftpflicht – bis zu 66 Euro können Versicherte sparen, wenn sie vom teuersten zum günstigsten Anbieter wechseln. Dabei erhalten sie häufig noch einen besseren Schutz: War der private und berufliche Schlüsselverlust in früheren Policen nicht versichert, ist er in den aktuellen Tarifen kostenfrei dabei. „Die Produkte entwickeln sich permanent weiter“, sagt Kai Waldmann.

Das merken Verbraucher auch bei KfZ-Versicherungen. Hier ändern sich Bedingungen und Tarife von Jahr zu Jahr, was einen einfachen Vergleich für den Kunden beinahe unmöglich macht. Mit Hilfe unabhängiger Vergleichsplattformen, wie beispielsweise www.mlp-kraftfahrzeugversicherung.de, erhalten Verbraucher einen Überblick.

Generell ist es ratsam, seine Versicherungen einem regelmäßigen Check-up zu unterziehen, denn das individuelle Risikoprofil ändert sich mit der Zeit. Wer beispielsweise mit seinem Partner eine Lebensgemeinschaft gründet, kann eine Privathaftpflicht sparen. Kommt ein Kind zur Welt, muss die Unfallversicherung angepasst werden. Wer sich selbständig macht oder ein Haus kauft, sieht sich ebenfalls ganz neuen Risiken gegenüber.

MLP AG, März 2009


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